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KPL besuchte Mandela-Ausstellung im Resistenzmuseum
Kurz vor Beginn der Sommerschulferien, während denen die politischen Aktivitäten traditionell auf Sparflamme ablaufen, besuchte eine größere Gruppe der KPL am 13. Juli 2014 die Wanderausstellung »Nelson Mandela, vom Gefangenen zum Präsi-denten« im Resistenzmuseum in Esch/Alzette.
Die Ausstellung wurde vom Apartheid-Museum in Johannesburg konzipiert und zusammengestellt und setzt sich aus mehr als 60 großformatigen Infotafeln zusammen, welche, durch Filmprojektionen und Kunstwerke ergänzt, das Leben Nelson Mandelas darstellen. Im Mittelpunkt stehen sein Kampf gegen das rassistische Apartheid-Regime in Südafrika, die 27 Jahre, die er eingesperrt war und die Jahre seiner Präsidentschaft nach dem Ende des Apartheidsystems.
Eine ausgezeichnete Ausstellung, die man sich unbedingt ansehen sollte, auch wenn zu bedauern ist, dass das Wirken der Kampfgenossen Mandelas vom ANC und der KP Südafrikas zu kurz kommt, der »friedliche« Widerstand gegen das Rassistenregime überbewertet wird und die militärische Niederlage der Rassistenarmee im Süden Angolas gegen ein kubanisches Kontingent von 40.000 Soldaten – der Anfang vom Ende des ApartheidRegimes – gänzlich ausgespart wurde.
Wichtig ist, dass, wenn auch nur kurz, die heimliche Kumpanei Luxemburger Betriebe und Banken mit dem Rassistenregime dargestellt wird.
Was nicht aus der erstmals im Jahr 2008 in Johan-nesburg gezeigten Ausstellung hervorgeht und erst nach dem Tod von »Madiba« im Jahre 2013 bekannt wurde, ist, dass der südafrikanische Freiheitskämpfer, als er von den Rassisten verhaftet wurde, nicht nur Chef des bewaffneten Arms des ANC, »Speer der Nation« war, sondern auch Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Südafrikas, die bis heute Bündnispartner des ANC und des Gewerkschaftsbundes Cosatu ist.
Dank gebührt dem sympathischen Ausstellungsführer, der uns während anderthalb Stunden mit viel Engagement das Leben und den Kampf Mandelas näher brachte.
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Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 11.00 bis 18.00 Uhr, Donnerstag von 11.00 bis 20.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.






