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Kommunisten aus den Benelux-Ländern und Deutschland manifestieren gemeinsam am 28. Februar 2015 in Groningen
»Strijd is de enige Weg!«
02/03/2015
Kommunisten aus den Benelux-Ländern und Deutschland
manifestieren gemeinsam am 28. Februar 2015 in Groningen
Foto: Tom Brenner
Am 28. Februar 2015 fand in der niederländischen Universitätsstadt Groningen, in welcher es während des Zweiten Weltkriegs einen starken kommunistischen Widerstand gegen die faschistischen deutschen Besatzer gab, erstmals seit 50 Jahren wieder eine kommunistische Demonstration statt.

Unter dem Motto »Kampf ist der einzige Weg« manifestierten am Samstag Kommunisten aus den Niederlanden, aus Belgien, Deutschland und Luxemburg im Zentrum der Hauptstadt der Provinz Groningen gegen Angriffe des Kapitals auf soziale und arbeitsrechtliche Errungenschaften. In Sprechchören forderten sie gleichzeitig die Vergesellschaftung der Banken und Großbetriebe und bekannten sich zu einer sozialistischen Perspektive zur kapitalistischen Ausbeutergesellschaft.
Bei vielen Einwohnern lösten die Sprechchöre »Strijd is de enige Weg!« und das Meer aus roten Fahnen Erstaunen aus, manche bekundeten aber auch Zustimmung zu den Forderungen der Demonstranten und freuten sich über die kommunistische Präsenz, die bleibend sein wird, denn die Neue Kommunistische Partei der Niederlande hat inzwischen eine junge, dynamische Parteigruppe in Groningen.

Die Demonstration endete mit einer Kundgebung auf dem »Ossenmarkt«, auf der Vertreter der Neuen Kommunistischen Partei der Niederlande, der Partei der Arbeit Belgiens, der Deutschen Kommunistischen Partei und der KPL das Wort ergriffen. Für die KPL befasste sich Marceline Waringo mit der »Zukunftspak« genannten Politik des Sozialabbaus und der Steuererhöhungen der Regierung, sowie mit der vom Kapital angestrebten Deregulierung der Arbeitsorganisation und der Flexibilisierung der Arbeitszeit. Sie stellte fest, dass die Schaffenden und Rentner zunehmend belastet werden, rief zum Widerstand gegen Sozialabbau auf und forderte, das Geld müsse dort geholt werden, wo es ist: Beim Finanz- und Großkapital und bei den Reichen.
10. Vier-Parteien-Konferenz
Am Samstagnachmittag und Sonntag fand dann im Naturfreundehaus im Naturschutzgebiet »Hondsrug« nahe Groningen die 10. Vier-Parteien-Konferenz von NCPN, DKP, PTB und KPL statt.

Während der zwei Tage tauschten die Kommunisten aus den Benelux-Ländern und Deutschland Erfahrungen ihres politischen Kampfes aus und befassten sich mit taktischen Fragen, die zu einer Stärkung der kommunistischen Parteien beitragen sollen. Einig war man sich darin, dass man in Zukunft noch enger zusammenarbeiten will.

Als Beobachter hatte die Vier-Parteien-Konferenz in diesem Jahr die Partei der Arbeit der Schweiz (»Parti suisse du Travail«, PST) eingeladen.






