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Escher Kommunisten zogen Jahresbilanz

Die Partei stärken!

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30/03/2015

Wenn nach den Parlamentswahlen 2013 und den EU-Wahlen 2014 mit dem Referendum im Juni dieses Jahr abermals viel Arbeit auf die Partei zukomme, wies Sektionspräsident Gilbert Simonelli in seiner Ansprache allerdings darauf hin, dass nicht die anstehende Volksbefragung, sondern die Stärkung der Partei zu den Prioritäten der diesjährigen Parteiarbeit gehöre. Neben den Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus, müssten alle Anstrengungen dem Werben neuer Parteimitglieder und neuer Abonnenten für die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« gelten.

In Zeiten, in denen die arbeitenden Menschen nach wie vor teuer für eine Krise zahlen müssen, die sie nicht verschuldet haben, schwer erkämpfte soziale Errungenschaften abgebaut werden, die Arbeitslosenzahlen auf Rekordhoch sind, erschwingliche Wohnungen immer seltener werden, die Kaufkraft schwindet und immer mehr Menschen von Armut betroffen sind, sei die Präsenz und das Wirken einer starken Parteisektion, sowohl »um Terrain« wie auch im Gemeinderat und in den Gemeindekommissionen von großer Wichtigkeit. Besonders in einer Stadt, in der, proportional gesehen, die Arbeitslosigkeit fast doppelt so groß sei wie im Landesdurchschnitt und die Zahl der RMG-Bezieher und Niedriglohnverdiener permanent steige. Aus dem Tätigkeitsbericht von Sektionssekretärin Georgette Schweich ging hervor, dass der Vorstand fünfmal und die Sektion siebenmal zusammentraf, drei Sondernummern der »Zeitung« an alle Haushalte verteilt und Pressekommuniqués zum umstrittenen Bau einer Teerfabrik auf »Monkeler« und zu den vom Twinerg-Kraftwerk verursachten Verschmutzungen veröffentlicht wurden. Darüber hinaus war die Sektion für die Organisation von acht Informationsständen in der Alzette-Straße und dem Wahlabend am Tag der EU-Wahlen zuständig, sie beteiligte sich aktiv am Wahlkampf und war bei der Vorbereitung wie auch bei der Durchführung von zentralen Parteiaktivitäten stets gut vertreten.

Der Kassenverwalterin Marceline Waringo war es anschließend vergönnt, die Generalversammlung über eine gesunde Finanzsituation der Sektion zu informieren. Sie rief dazu auf, sich aktiv an der vom ZK beschlossenen Solidaritätskampagne für die »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« zu beteiligen und die Aktion »Een Dag am Joër schaffen fir d’Partei« zu unterstützen.

Nachdem sich Gemeinderat Zénon Bernard mit den kommunalpolitischen Tätigkeiten der Partei befasst hatte, wobei er die vielen Interventionen im Gemeinderat und die Motionen der KPL zur »Schefflénger Schmelz« und zum Gas-Turbinen-Werk Twinerg erwähnte, ging Parteipräsident Ali Ruckert in seinem Beitrag kurz auf die politische und soziale Lage im Land ein, befasste sich allerdings im Besonderen ausführlich mit der wichtigen Arbeit der Parteisektionen. Er unterstrich dabei die Notwendigkeit, jederzeit in engem Kontakt zu allen Sektionsmitgliedern zu stehen, sie an die Parteiarbeit zu binden und von der Notwendigkeit zu überzeugen, an allen lokalen und zentralen Aktivitäten der Partei sowie an den von der KPL organisierten Bildungskursen teilzunehmen.

Der neu gewählte Vorstand besteht (in alphabetischer Reigenfolge) aus Uli Brockmeyer, Steve Richer, Georgette Schweich, Nicole Schweich, Gilbert Simonelli, Foos Walers und Marceline Waringo. Die Wahl des Sektionspräsidenten, des Sekretärs und des Kassenverwalters erfolgt in der ersten Vorstandssitzung.

Zu Kassenrevisoren gewählt wurden Zénon Bernard, Aloyse Bisdorff und Fernard Hübsch.