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Aus dem Differdinger Gemeinderat

KPL begrüßt Bau einer Seniorenresidenz mit 66 Mietwohnungen für Betreutes Wohnen

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27/01/2016

Am 27. Januar 2016 stimmte der Differdinger Gemeinderat einstimmig einem Teilbebauungsplan in der »Avenue de la Liberté in Niederkorn zu, der den Bau der »Seniorenresidenz Liberté« ermöglichen soll.
Gegenwärtig befinden sich auf dem Gelände, das weniger als einen Hektar groß ist und sich am Eingang von Niederkorn Richtung Differdingen befindet, zwei verfallene Häuser, ein Denkmal aus Stahlträgern und ein Parkplatz.

Für die KPL begrüßte Rat Ali Ruckert den Bau der Seniorenresidenz für Betreutes Wohnen, die – anders als ursprünglich vorgesehen – keine 42 Eigentumswohnungen, sondern 66 Mietwohnungen aufweisen soll.
Weil Seniorenwohnungen für Betreutes Wohnen Mangelware in Luxemburg sind und auch manche Einwohner aus der Gemeinde Differdingen gezwungen sind, sich im Ausland einzumieten, sei der Bau der »Seniorenresidenz Liberté« besonders wichtig, um die Menschen, die selbständig leben, in gewissen Alltagssituationen aber Unterstützung benötigen, nicht aus ihrer gewohnten Umgebung zu reißen, so der kommunistische Rat.

Das Konzept der Seniorenresidenz, die sich nur einen Steinwurf vom Krankenhaus entfernt befinden wird, sieht vor, dass die Belange der Mieter hinsichtlich Pflege, Essen, Versorgung und Einkaufsmöglichleiten im Haus möglich sind. Entstehen sollen zudem 225 Parkplätze, die meisten davon auf zwei unterirdischen Parkdecks. Die Residenz mit fünf Stockwerken soll ein begrüntes Flachdach bekommen.
Bevor das Bauprojekt an Angriff genommen werden soll, werden archäologische Sondierungen vorgenommen.

»Veloschoul« in Natura 2000-Gebiet

Der Gemeinderat gab weiter seine Zustimmung zum Projekt »Veloschoul«. KPL-Rat Ali Ruckert enthielt sich bei der Abstimmung, nicht wegen des eigentlichen Projektes, sondern wegen dem geplanten Standort auf dem »Rollesbierg« in einer »Natura 2000«-Zone, welche gefährdete heimische Pflanzen- und Tierarten und ihre natürlichen Lebensräume schützen soll, so dass Staatssekretär Gira der Gemeinde hinsichtlich der »Veloschoul« 28 Auflagen machte, die nun erfüllt werden müssen.

Der kommunistische Rat hätte es lieber gesehen, wenn das Projekt, das er prinzipiell begrüßte, bei einer Schule angesiedelt worden wäre und nicht außerhalb der Ortschaft. Der Rat hat kein Vertrauen in den Schöffenrat, was den Umgang mit »Natura 2000«-Gebieten angeht und erinnerte daran, dass bereits der vorige Schöffenrat von DP und Grünen der Verlegung von Stromleitungen durch die »Natura 2000«-Zone zugestimmt hatte, so dass eine breite Schneise geschlagen werden musste, bevor die Leitungen, die dazu dienten, Luxemburg an das Atomkraftwerk Cattenom anzubinden, unterirdisch verlegt wurden.

Im Rahmen des Projektes »Veloschoul« soll die bereits bestehende völlig heruntergekommene Fahrradübungstrecke instand gesetzt, eine Mountainbike Piste aus Eichenholz angelegt, ein Schulungshaus gebaut und ein Spielplatz eingerichtet werden. Das Baumaterial und die Arbeiten, die vom lokalen CIGL durchgeführt werden, sollen 96.000 Euro kosten. Hinzu kommen 16.300 Euro TVA, die die Gemeinde an den Staat zahlen muss.

KPL-Rat kritisiert Personalmangel bei der kommunalen Verwaltung

Als einziger enthielt KPL-Rat Ali Ruckert sich auch bei der Abstimmung über das neue Organigramm der kommunalen Verwaltung. Das Organigramm erfülle nicht die bestehenden Bedürfnisse der Verwaltung, so der kommunistische Rat. Er warf dem Schöffenrat vor, die in der Stellungnahme der Delegation der Funktionäre und Beamten aufgeworfene Frage über den bestehenden, akuten Mangel an Arbeitsraum nicht ernst zu nehmen, obwohl die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten stark darunter leiden.

Er zitierte auch aus der Stellungnahme des Ausschusses der Lohnabhängigen mit privatrechtlichem Statut, in welchem darauf hingewiesen wird, dass die Zahl der kommunalen Beschäftigten im Vergleich zum Bevölkerungswachstum, zurückbleibt, und wegen der Mehrarbeit mehr Personal gebraucht werde als das im Organigramm vorgesehen ist.

Nik.