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Interesse an Aufklärung

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06/06/2016

Drei der sechs KPL-Aktivisten vom Samstag mit unserer hol-ländischen NCPN-Genossin

Im Vorfeld der Demonstra-tion der Gesundheitsberufe am 4. Juni, die um 11 Uhr am hauptstädtischen Campus Geesse-knäppchen startet, war natürlich der Zusammen-hang zwischen ordentlichen Löhnen sowie guten Arbeits-bedingungen und Leistungen hoher Qualität, auf die wir alle angewiesen sind im Fall des Falles, unser Thema.

Gleichzeitig ging es dar-um, für unseren Film- und Diskussionsabend am Mon-tag danach, dem 6. Juni ab 19.30 Uhr im ersten Stock des Casino Syndical in Lu-xemburg-Bonneweg (63, Rue de Bonnevoie, Eingang Rue de la Rotonde) zu werben. Gezeigt wird bei freiem Eintritt der Film »Mensch mit Klasse – Wir bewegen die Geschich-te«, der die Entwicklung der Menschheit von den Anfän-gen bis heute mit allen zentra-len Konflikten in 83 Minuten schildert. Damit wird klar, daß nicht Könige, Kaiser und Prä-sidenten für den Gang der Geschichte zuständig sind und waren, wie es uns die bürgerliche Geschichtswis-senschaft aufs Auge zu drü-cken versucht. Auch wird die Frage beantwortet, ob Aus-beutung, Gier und Krieg im Wesen des Menschen be-gründet sind.

Das wird sicher ein span-nender Abend. Aber auch der Samstag bot einen spannen-den Nachmittag, nicht nur weil eine Genossin unserer niederländischen Schwester-partei NCPN zu uns stieß. Unsere Flugblätter fanden rei-ßenden Absatz, es gab zahl-reiche Gespräche in freundli-cher Atmosphäre.

Leider tauchte auch, dies-mal noch vor dem Regen, der übliche glühende Kapitalis-tenknecht auf, um uns die fal-schen Zahlen aus dem »Schwarzbuch des Kommu-nismus« an den Kopf zu wer-fen. Der Hinweis auf die wirk-lichen Toten des realexistie-renden Kapitalismus – alle sechs Sekunden stirbt ein Kind an Hunger oder an an-sonsten leicht heilbaren Krankheiten auf diesem Pla-neten – sorgten für einige Se-kunden Sprachlosigkeit, bis der Hetzer seine Schimpfka-nonade wieder aufnahm. Er kam diesmal aus Ex-Jugoslawien, nächstes Mal wird’s wohl wieder ein Ukrai-ner sein. Argumentativ er-reichbar sind diese Hetzer aber nie.

Notieren wir noch, wie hoch der Kurs der Versamm-lungs- und Meinungsfreiheit beim blau-grünen Schöffenrat ist: am für uns angemeldeten und genehmigten Standort waren zwei Dixi-Klos aufge-stellt. Wir waren so flexibel und stellten uns 20 Meter wei-ter Richtung Bahnhof auf.

Da uns um 16 Uhr der Regen vertrieb, verteilten wir die restlichen 200 Flugzettel am Abend beim Marathon, auch wenn es da stellenweise stark nach öffentlichem Be-säufnis aussah.