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Eine Stellungnahme der KPL – Die Krise darf nicht schon wieder auf dem Buckel der Lohnabhängigen und Rentner gelöst werden

Gemeinsam mit echter Solidarität für soziale Gerechtigkeit

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24/06/2020

Die KPL stellt fest, dass den großen Worten von Solidarität, die während der Gesundheitskrise von den Regierenden geäußert wurden, nur selten die entsprechenden Taten folgen. Die Solidarität der Regierenden hört immer noch da auf, wo die Interessen des Kapitals beginnen.

Wie in vorherigen kapitalistischen Krisen werden auch in dieser Gesundheits- und Wirtschaftskrise die negativen Auswirkungen auf die Schultern der Lohnabhängigen abgeladen, während die Großbetriebe und Banken, die auch während der Krise noch hohe Profite machen, verschont bleiben.

Die Maßnahmen der Regierung haben zur Folge, dass für die Betriebe die Lohnkosten im Jahresdurchschnitt stark zurückgehen werden, während den Lohnabhängigen allein für die Zeit zwischen dem 16. März und 25. Mai 2020 250 Millionen Euro Lohnmasse vorenthalten werden. Das bedeutet einen riesigen Kaufkraftverlust. Retour ligne automatique
Armut, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot wachsen auch in dieser Krise, ohne dass von der Regierung alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um das zu verhindern. Wo bleiben die Arbeitsplätze, die der Jugend versprochen wurden?

Die KPL fordert, dass

– sämtlichen Kurzarbeitern 100 statt 80 Prozent des Lohnes ausbezahlt werden,

– Betriebe, die Beschäftigte entlassen, von öffentlichen Geldern ausgeschlossen werden, beziehungsweise bereits erhaltene öffentliche Gelder zurückzahlen müssen,

– die Helden aus dem Gesundheitswesen, dem Reinigungssektor, dem Handel, dem Sicherheitsbereich u.a. nicht nur Applaus, sondern sofort bessere Arbeitsbedingungen bekommen,

– im Kampf gegen Armut, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot Dringlichkeitsmaßnahmen ergriffen werden,

– das Geld, das für den Kauf eines militärischen Transportflugzeugs, eines Militärsatelliten, von militärischen Drohnen und Tankflugzeugen geplant ist, für soziale Aufgaben im Rahmen der Bewältigung der Corona-Krise ausgegeben werden soll, insbesondere für die Unterstützung von Familien, die es schwer haben, über die Runden zu kommen.

Die KPL fordert alle Lohnabhängigen und Rentner auf:

Setzen wir uns gemeinsam für die Durchsetzung dieser Forderungen und dafür ein, dass die negativen Folgen der kapitalistischen Krise nicht wiederum von der Regierung und der Chamber auf die Lohnabhängigen und Rentner abgewälzt werden!Retour ligne automatique
Überlegen wir gemeinsam, welche grundsätzlichen systemischen Lösungen notwendig sind, um zu erreichen, dass die Wohnungen den Menschen gehören, die darin wohnen, die Betriebe den Lohnabhängigen gehören, die darin arbeiten, und dass egoistische Profitinteressen und Ellenbogenmentalität durch soziale Gerechtigkeit und echte Solidarität ersetzt werden!

Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Luxemburgs (KPL)

Setzen wir uns gemeinsam für die Durchsetzung dieser Forderungen und dafür ein, dass die negativen Folgen der kapitalistischen Krise nicht wiederum von der Regierung und der Chamber auf die Lohnabhängigen und Rentner abgewälzt werden! Unser Foto: Die KPL bekundete ihre Solidarität mit den Beschäftigten der Supermarktkette Cactus, die für höhere Löhne und einen besseren Kollektivvertrag manifestierten.Retour ligne automatique

(Foto: Archiv ZLV)