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Auf Anfrage der KPL fand am 14. Juni 2011 ein Meinungsaustausch zwischen der Kommunistischen Partei Luxemburgs und dem OGBL statt. Für die KPL nahmen Ali Ruckert (Präsident), Gilbert Simonelli (Vizepräsident) und Christoph Kühnemund (Mitglied des Zentralkomitees) an dem Gespräch teil. Der OGBL war vertreten durch Jean-Claude Reding (Präsident) und Jean-Claude Bernardini (Mitglied des Exekutivbüros).
Im Mittelpunkt des Meinungsaustauschs standen die allgemeine Entwicklung im Wirtschafts- und Sozialbereich, die Liberalisierungs- und Wettbewerbsogik, die in der EU vorherrscht und zunehmend zu sozialen Ungleichheiten, Armut, Arbeitslosigkeit und prekären Arbeitsbedingungen führt, die Auswirkungen des Austeritätspakets der Regierung auf die Kaufkraft und die Angriffe des Patronats auf die Löhne. Diskutiert wurde auch über Maßnahmen in Richtung einer Umverteilung zugunsten der Schaffenden sowie über notwendige gesetzliche Regelungen, um Beschäftigung zu fördern und Mitspracherechte der Beschäftigten in der Wirtschaft zu erweitern.
Im Gespräch wurde deutlich, dass KPL und OGBL jeden Versuch, Verschlechterungen im Rentenbereich, bei der Pflegeversicherung und im Gesundheitsbereich durchzupeitschen, zurückweisen.
Die KPL bekräftigte, dass sie bereit ist, den OGBL im Kampf für die Wahrung der Interessen der Schaffenden, für den Erhalt des Index und der Kaufkraft zu unterstützen, und gab der Hoffnung Ausdruck, dass es möglich sein wird, eine breite Gewerkschaftsfront im öffentlichen und privaten Sektor zu bilden, um generell Austerität und Sozialabbau zu verhindern. Denn es muss befürchtet werden, dass Patronat und Regierung im Herbst neue Attacken auf die sozialen Errungenschaften und Rechte der Lohnabhängigen starten werden.






