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KPL setzt ihre Kampagne »Bréifdréier, Postbüroen an Universaldénscht erhalen!« mit Verteilungsaktionen fort

KPL gegen Liberalisierung und Sozialabbau bei der Post

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03/09/2011

Mit weiteren Aktionen setzt die KPL gegenwärtig ihre Kampagne »Bréifdréier, Postbüroen an Universaldénscht erhalen!« fort. Diese Woche verteilten die Kommunisten die, vor kurze von der KPL, zusammen mit der Deutschen Kommunistischen Partei, der Partei der Arbeit Belgiens und der Neuen Kommunistischen Partei der Niederlande veröffentlichte Broschüre gegen Liberalisierung, Privatisierung und Sozialabbau bei der Post an die Beschäftigten einer Reihe von Postbetrieben im Süden des Landes.

In der Broschüre wird die Entwicklung im Postwesen in Luxemburg, Belgien, den Niederlanden und Deutschland geschildert und anhand der konkreten Lage in den einzelnen Ländern deutlich gemacht, dass die von den EU-Bürokraten, den Regierungen und Postmanagern vorangetriebene Liberalisierung der Postdienstleistungen katastrophale Folgen für die Beschäftigten und Kunden hat. »Es ist notwendig zu kämpfen und den Rückwärtsgang einzuschalten, um die Liberalisierung zu stoppen«, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der vier kommunistischen Parteien.

Die Notwendigkeit, sich gegen die Zerschlagung der Postbeamtenlaufbahn, die Schließung von Postämtern, die Privatisierung und den Sozialabbau auf Kosten der jungen Generation zu wehren stand auch im Mittelpunkt der Gespräche, welche die Kommunisten mit den Briefträgern und Postangestellten aus den Verteilungszentren in Bettemburg und Remich, in den Postämtern in der Hauptstadt (Bahnhof und Aldringen), Beles, Esch/Alzette und Differdingen und in einer ganzen Reihe von weiteren Postämtern führten.

Deutlich wurde dabei nicht nur, dass die Kolleginnen und Kollegen sehr unzufrieden über die inzwischen beschlossenen oder bereits erfolgten Verschlechterungen sind, sondern auch zunehmend die Notwendigkeit erkennen, sich gegen Sozialabbau und schlechtere Arbeits- und Lohnbedingungen zur Wehr zu setzen.

Insbesondere der Beschluss des Verwaltungsrats des Postunternehmens, ab sofort in der gesamten Postdivision nur noch Personal im Privatstatut einzustellen, und die Entscheidung der Direktion, »Assistenzbriefträger« mit 30 Stunden-Verträgen und niedrigen Löhnen abzuspeisen, stieß immer wieder auf heftige Kritik.

Während der Verteilungsaktionen bekräftigten die Kommunisten ihre Solidarität mit den Beschäftigten und den Gewerkschaften aus dem Postbereich und machten darauf aufmerksam, dass es erfordert sein wird, auch die Postkunden verstärkt über die negativen Folgen der Liberalisierung, Privatisierungstendenzen, Lohndumping und Flexibilisierung im Postbereich aufzuklären. Das ist eine Voraussetzung dafür, um möglichst viele Menschen zu bewegen, sich gegen Regierungs- und Managerbeschlüsse zu wehren, die auf dem Rücken der Beschäftigten und der Kunden erfolgen.